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Ermäßigte EEG-Umlage für die Eigenversorgung aus KWK-Neuanlagen wird nicht mehr gewährt -

Ab dem 01.01.2018 müssen alle Betreiber einer KWK Neuanlage (Anlagen zum Eigenverbrauch die seit 01.08.2014 in Betrieb sind) für den Eigenversorgungsanteil 100% EEG-Umlage bezahlen. Bisher waren es lediglich 40%.

Bundesregierung und Wirtschaft hat die Ankündigung der EU Anfang Dezember kalt erwischt, wonach für hocheffiziente Neuanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Strom und Wärme zum Eigenverbrauch erzeugen, die Befreiung in Höhe von 60 Prozent der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht mehr gewährt werden darf.

Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt: „Die Fortführung der Begrenzung der EEG-Umlage auf 40 Prozent für KWK-Neuanlagen ist laut Kommission derzeit in vorliegender Form noch nicht genehmigungsfähig“.

Bis zu einer genehmigten Neuregelung „müssen jedoch alle KWK-Neuanlagen vorläufig die volle EEG-Umlage zahlen“. Das betreffe alle Anlagen zum Eigenverbrauch, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb gingen. Die Betreiber solcher KWK-Anlagen müssen nun den vollen Satz von künftig 6,8 Cent je Kilowattstunde (kWh) auf selbstgenutzten Strom zahlen. Das sind etwa vier Cent mehr als bisher. In Betrieben, die viele Millionen Kilowattstunden verbrauchen, kann sich das schnell auf Hunderttausende Euro summieren. Die zuständigen Netzbetreiber stellen den höheren Betrag mit der Stromrechnung fällig. Im Einzelfall könne es dabei sogar „um Millionenbeträge“ gehen, sagte die Vorsitzende des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU), Katherina Reiche, dieser Zeitung. Achim Dercks, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) warnte, mit dem Wegfall der Befreiung verlängere sich die Amortisationszeit neuer Anlagen deutlich. „Betroffen von der Erhöhung der Umlage sind einmal mehr vor allem industrielle Mittelständler, die sowieso bereits die höchsten Strompreise in Europa bezahlen müssen.“ Der DIHK rechne „insgesamt mit bis zu 10.000 Fällen“.

Betroffen sind Betriebe aus dem gesamten industriellen Mittelstand, aber auch Schulen, Schwimmbäder und Krankenhäuser, die ihre Eigenversorgung auf Kraft-Wärme-Kopplung umgestellt hatten.

Das Wirtschaftsministerium kündigte an, nach der ausstehenden Einigung mit der Europäischen Kommission werde man die Umlagenbegrenzung für neue und betroffene Anlagen gesetzlich neu regeln und der EU in Brüssel zur Genehmigung vorgelegen. Die Regelung für die Begrenzung der EEG-Umlage auf 40 Prozent für KWK-Neuanlagen sei „weiterhin Gegenstand von intensiven und konstruktiven Gesprächen zwischen der Bundesregierung und der Europäischen Kommission“.

(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/eu-streicht-betrieben-oekostrom-befreiung-15346848.html) Zugriff: 19.12.2017 um 09:30 Uhr)

Zudem gehen bereits viele Verbände gegen die Neuregelung vor. Es ist also möglich, dass diese noch einmal verändert wird.

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